Wenn das Lenkrad anfängt zu sprechen Von Project CARS bis Le Mans Ultimate: Was eine gute Rennsimulation ausmacht – und warum Realismus nicht unbedingt Spaßverzicht bedeutet Ein persönlicher Streifzug durch die Welt des Simracings. Über Fahrphysik, Force Feedback, Rennstrecken, Unternehmensentscheidungen und die Kunst, einen Ferrari nicht in die Leitplanke zu setzen. Oktober 2026 Ein Ferrari in Bathurst. Und plötzlich ist alles anders. Ich sitze in einem Ferrari 488 GT3 auf dem Mount Panorama Circuit im australischen Bathurst. Vor mir liegt eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt. Steile Anstiege, blinde Kurven, enge Bergpassagen, Mauern unmittelbar neben der Ideallinie. Ich bin nicht in Australien. Ich sitze zu Hause vor einem 49-Zoll-Curved-Monitor, die Hände an einem MOZA R12 Direct-Drive-Lenkrad. Und trotzdem ist da dieses Gefühl, tatsächlich ein Auto bewegen zu müssen, statt lediglich ein Computerspiel zu bedienen. Die Rennsimulation heißt RaceRoom Racing Experience...
Der katatonische Konjunktiv Oder: Warum wir eigentlich die Welt retten müssten Von Rolf Eustergerling – unter tatkräftiger Mitwirkung einer künstlichen Intelligenz Bill Gates hat ein Interview gegeben. Bei Ezra Klein, New York Times. Und er hat sich dabei ordentlich aufgeregt. Was bemerkenswert ist, denn Bill Gates gehört nicht gerade zu den Leuten, die bei jedem neuen Windows-Update schreiend auf die Straße laufen. Seine Botschaft, etwas verkürzt: Künstliche Intelligenz sei die gefährlichste Technologie, an die sich die Menschheit je herangewagt habe. Dagegen sähen sogar Atomwaffen harmlos aus. Das muss man erst mal sacken lassen. Besonders fassungslos zeigte sich Gates darüber, dass wir längst sicherheitskritische Grenzen überschritten hätten, die wir vor wenigen Jahren noch für unantastbar hielten. Und dass darauf – nichts geschieht. Na ja. Nichts stimmt natürlich nicht ganz. Wir entwickeln die Technologie mit Volldampf weiter. Das ist immerhin etwas. Ich habe mich darüber mit...